Robert Kurz, 1943-2012 — Please Sign Below to Express Your Condolences

Our signatures below are an expression of our terrible sorrow and our deep sense of loss as we learn of the death, on July 18, 2012, of Robert Kurz, one of the world’s foremost Marxian critical-theorists, philosophers and radical thinkers. An obituary published in the German periodical Der Spiegel entitled “Erneuerer des Marxismus–Robert Kurz ist tot” foregrounds the status of Robert Kurz as “renewer of Marxism” and one of the most important contemporary German left theorists. And it is indeed through his restless critique and resultant renewal of Marxism, avoiding the stranglehold of orthodoxy and radically embracing dialectical thought in a gesture of true fidelity to the core principles of Marxism, that Robert Kurz was able generate some of the most significant works in contemporary Left philosophy, the critique of political-economy and in social and political theory generally. No one familiar with the workings of his unparalleled critical and theoretical intelligence can doubt that with the untimely death of Robert Kurz (born in 1943) we have lost, in the midst of an epoch-making and perhaps epoch-ending crisis of capitalism, a thinker fully equal to the demands of this still unfolding, earth-shaking and truly unprecedented historical process makes of anyone with the temerity to attempt a critique which is also a genuine theorization. It is hard to fully grasp the extent of such a loss at such a time. On their website, the editorial collective of the journal EXIT!, which Kurz co-founded, honors Kurz with a quote taken from Marx’s “Critique of Hegel’s Philosophy of Right,” mourning the loss of “a radical critic in a time that more than ever demands ‘the categoric imperative to overthrow all relations in which man is a debased, enslaved, abandoned, despicable essence’. For this, Bobby lived and struggled.”

Many of us who help to publish Mediations, an online journal of Marxist cultural and social critique, are especially pained by this news, as the journal has for some time now been preparing a special, double-issue consisting of English translations of the work of the Wertkritik school centered around the journals krisis and Exit!. Several essay-length pieces by Robert Kurz–Wertkritik‘s founding thinker and author of such major works as Der Kollaps der Modernisierung (1991), Schwarzbuch Kapitalismus (1999), Das Weltkapital (2005) und Geld ohne Wert (2012)–will figure prominently in this upcoming collection. The fact that he will not be able to offer his responses to and criticisms of our efforts is both a cause of immense regret among us, but also a spur to complete the work of making a truly representative selection of Kurz’s work as well as that of other contributors to Wertkritik accessible in one place for the first time to English-speaking readers.  And we wish to announce now that the publication of the Mediations/Wertkritik translation dossier set for this winter will be dedicated to Robert Kurz’s memory.

Thankfully, Robert Kurz has bequeathed to us an extraordinary body of works that, without sacrificing scientific/critical rigor in the least, are accessible to anyone willing to travel the arduous but clearly marked road that these works have charted out for us and for many of his earliest followers and students. Wertkritik’s continued and growing contributions to critical and radically emancipatory social theory will survive the loss of its principal architect because Kurz knew from the beginning how to build into his own critical-theoretical investigations the axioms and methodological principles necessary to the reproduction of the theory as a whole. That is, he knew from the beginning that it was only the object, the contemporary form of capitalism in crisis itself that could supply such axioms and principles–as long as one was clear on the ceaseless necessity to ‘ruthlessly criticize’ and eventually to bring down, destroy and supercede that object. About that uno one could be clearer than the Robert Kurz whose memory we here honor and celebrate.

Wir Unterzeichnende moechten hiermit unserer tiefen Betroffenheit und Erschuetterung Ausdruck verleihen hinsichtlich des ueberraschenden und tragischen Verlusts von Robert Kurz am 18. Juli 2012. Mit Robert Kurz verliert die Welt einen seiner wichtigsten Marxistischen kritischen Theoretiker, Philosophen und radikalen Denker. Ein Nachruf im Magazin Der Spiegel mit dem Titel “Erneuerer des Marxismus—Robert Kurz ist tot” erinnert an die Rolle von Robert Kurz als einer der bedeutendsten gegenwaertigen linken Theoretiker. Und es war in der Tat in seiner stetigen Kritik und resultierenden Erneuerung des Marxismus, die die Paralyse der Ortodoxie vermied und sich stets den Grundzuegen dialektischem Denkens verpflichtete, in der Robert Kurz dem Kern Marxistischen Denkens treu blieb. Diese Treuheit charakterisiert auch sein Gesamtwerk, das einige der wichtigsten Werke gegenwaertiger linker Philosophie und politischer Theorie beinhaltet. Keiner, der die ungleichbare kritische und theoretische Intelligenz von Robert Kurz kannte, wird bezweifeln, dass wir mit dem Tod von Robert Kurz (geboren 1943), inmitten einer geschichtstraechtigen Krise des Kapitalismus, einen der Denker verlieren, dessen Intellekt der Groesse dieser Krise Mass war. Es ist schwierig das volle Ausmass dieses Verlusts, besonders zu dieser Zeit, zu begreifen und zu ueberschaetzen. Auf ihrer website ehrt die kritische Zeitschrift und Projektgruppe EXIT!, die Robert Kurz mitgruendete, ihren Gruender mit einem Zitat von Marx’ “Kritik der Hegelschen Philosophie des Rechts” und schreibt: “die kritische Theorie verliert in ihm einen streitbaren Denker und radikalen Kritiker in einer Zeit, die mehr denn je danach verlangt ‘alle Verhaeltnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, geknechtetes, ein verlassenes, ein veraechtliches Wesen ist’. Dafuer hat Bobby gelebt und gestritten.”

Viele von uns die Mediations (eine online Zeitschrift fuer Marxistische Kultur- und Sozialtheorie) helfen zu bearbeiten und herauszugeben, sind besonders von dieser Nachricht getroffen, da Mediations nun seit einiger Zeit eine doppel-Sonderausgabe zusammenstellt, welche englische Uebersetzungen wertkritischer Schriften umfasst. Enthalten wird diese Sonderausgabe einige wichtige Aufsaetze von Robert Kurz, der zentrale Denker und Theoretiker der Wertkritik und Autor von Werken wie Der Kollaps der Modernisierung (1991), Schwarzbuch Kapitalismus (1999), Das Weltkapital (2005) und Geld ohne Wert (2012). Dass Robert Kurz jetzt nicht mehr seine Reaktionen und Kritikpunkte zu diesem Projekt vermitteln kann ist fuer uns Grund grossen Bedauerns, aber wir werden es auch als Anlass nehmen, mit dem Projekt einen Ausschnitt seines Werkes zum ersten Mal englischsprachigen Lesern zugaenglich zu machen das der Bedeutung von Robert Kurz wuerdig ist. Wir moechten auch hiermit bekannt geben, dass die Sonderausgabe Robert Kurz gewidmet sein wird.

Wir duerfen uns aber alle glueckliche schaetzen, dass Robert Kurz uns einen aussergewoehnlichen und grossen Korpus von Werken gegeben hat, die fuer eine breite Leserschaft zugaenglich sind—zumindest fuer diese Leser die willens sind, den schwierigen aber klar gekennzeichneten Weg welchen diese Werke fuer uns eroeffnet haben zu gehen—ohne je wissenschaftlichen und kritische Rigorositaet zu verlieren. Der fortdauernde und wachsende Einfluss der Wertkritik und der radikalen, emanzipatorischen Kritik wird den Verlust einer ihrer Hauptarchitekten ueberstehen, zum Teil, da Kurz es von Beginn an Verstand in seine kritisch-theoretischen Versuche und Schriften diese Axiome und methodologischen Prinzipien einzufuegen, die es uns ermoeglichen die Theorie als ganzes nicht nur am Leben zu halten, sondern sie zu festigen und auszuweiten. Kurz wusste, dass nur das Objekt dieser Theorie, das heisst, die gegenwaertige Form des Kapitalismus und seiner Krise, solche Axiome und Prinzipien vermitteln kann—so lange man im Klaren ist, dass eine solche Kritik nichts weniger als die schonunglose Kritik und endgueltige die Negation und die Ueberwindung dieses Objekts bedeutet. Ueber dieses war sich niemand klarer als Robert Kurz, desses Angedenken wir hier ehren und wuerdigen.

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